Der Umgang mit Schwangerschaftsübelkeit
Für viele Frauen ist Übelkeit einer der unangenehmsten Aspekte der beginnenden Schwangerschaft. Glücklicherweise endet dieses Symptom für viele Frauen um die 13. Schwangerschaftswoche. Bei anderen hält es bis zur Entbindung an. Solange Übelkeit und Erbrechen nicht zu mehr als 10 Prozent Gewichtsverlust führen, ist die Schwangerschaftsübelkeit medizinisch nicht problematisch.
Es gibt zwei verschiedene Arten mit Schwangerschaftsübelkeit umzugehen: Die Nutzung von Hausmitteln und die Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente.
Es gibt eine Reihe kostengünstiger und gesunder Hausmittel. Ingwer, zum Beispiel, ist ein bekanntes Gegenmittel gegen Übelkeit. Sie können Ginger Ale oder Ingwer Tee trinken, sowie Ingwer Bonbons oder kristallisierten Ingwer essen. Außerdem gibt es Ingwer-Kapseln, deren übelkeitsreduzierende Wirkung klinisch nachgewiesen wurde, sogar bei Chemotherapie-Patienten.
Zitrone ist ein weiteres, beliebtes Hausmittel. Viele Frauen finden es hilfreich, Limonade zu trinken, während andere lieber zu Zitronenbonbons greifen. Bei manchen Frauen hilft bereits der Geruch einer frischen Zitrone, um Übelkeitssymptome abzuschwächen.
Pfefferminze ist ein traditionelles Hausmittel gegen Magenbeschwerden, welches seit vielen hundert Jahren homöopathisch verwendet wird. Pfefferminzbonbons und Pfefferminztee sind die gebräuchlichsten Darreichungsformen.
Sollten Sie während Ihrer Schwangerschaft unter Übelkeit leiden, empfiehlt es sich, regelmäßig zu essen. Ein kleiner Snack vorm Schlafengehen bzw. vorm Aufstehen kann Übelkeit entgegen wirken. Versuchen Sie mindestens alle drei Stunden etwas zu sich zu nehmen.
Es mag unlogisch erscheinen, aber die ausreichende Aufnahme von Proteinen ist sehr wichtig für die Minimierung von Übelkeitssymptomen. Schwangere Frauen sollten täglich 80 bis 100 Gramm Proteine zu sich nehmen. Dies kann schwierig sein für manche Frauen. Allerdings gibt es proteinreiche Getränke, die zur Überbrückung dienen können, bis der normale Appetit zurück kehrt.
Wenn Sie unter Übelkeit leiden, sollten Sie darauf achten, Speisen zu sich zu nehmen, auf die Sie Appetit haben, egal ob diese ungewöhnlich erscheinen oder nicht. Manche Frauen, zum Beispiel, mögen Limonade und Kartoffelchips, eine Kombination die erstaunlicherweise mehr Nährwert hat, als die normalerweise empfohlenen Salz-Cracker und Ginger Ale. Das Wichtigste ist bei guter Gesundheit zu bleiben, ausreichend Flüssigkeit und Proteine aufzunehmen.
Akupressur kann zur Minderung von Übelkeit beitragen. Es gibt zwei Punkte, welche besonders hilfreich sind. Einer befindet sich am Handgelenk und kann durch ein entsprechendes Armband stimuliert werden. Der andere befindet sich im Hautgewebe zwischen Daumen und Zeigefinger. Eine Akupressurkarte kann Ihnen beim Finden dieser Punkte behilflich sein.
Viele Frauen nutzen Vitamin B6 gegen Schwangerschaftsübelkeit. Ihr Vitaminplan enthält wahrscheinlich bereits dieses Vitamin. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine eventuelle zusätzliche Dosis.
Sollte keines dieser Mittel bei Ihnen anschlagen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Medikamente gegen Übelkeit.
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