Die Vorbereitung der Familie
Die Vorbereitung Ihrer älteren Kinder auf das neue Baby
Sie bereiten sich auf die Ankunft des neuen Lebens vor. Aber wenn Sie bereits Kinder haben, kann es sein, dass diese dem Ereignis mit weniger Begeisterung entgegen sehen. Wie können Sie ihnen bei dieser Veränderung helfen und sie einfacher gestalten?
Das Alter Ihrer älteren Kinder spielt bei dieser Aufgabe eine große Rolle. Sind sie nur geringfügig älter, wird die Veränderung für sie ebenfalls marginal sein. Ist der Altersabstand signifikant, wird die Gewöhnung ebenfalls recht einfach. Die Altersgruppe dazwischen jedoch erfordert eine besondere Vorbereitung.
Wenn Änderungen nötig werden, wie zum Beispiel das Umlegen eines älteren Kindes von einer Krippe zu einem Bett oder in ein anderes Zimmer, dann sollten Sie diese Änderungen vornehmen, bevor Sie Ihre Schwangerschaft bekannt geben. Andernfalls kann es passieren, dass die älteren Kinder diese Veränderung direkt auf das neue Baby beziehen und deshalb eine gewisse Verbitterung empfinden. Sind diese Veränderungen nicht vor der Schwangerschaft möglich, können sie auch in der frühen Schwangerschaft stattfinden oder wenn das Baby mehrere Monate alt ist.
Im nächsten Schritt können Sie Ihre anderen Kinder über die Schwangerschaft informieren. Helfen Sie Ihrem Kind beim Verstehen der Ankunft des neuen Babys, indem Sie diese auf ein anderes Ereignis beziehen (Weihnachten, Urlaub, usw.). Kinder sind von Natur aus neugierig. Seien Sie ehrlich, so weit das möglich ist.
Involvieren Sie Ihre Kinder in die Vorbereitungen für das neue Baby. Sie können sie zum Beispiel die Farbe des Kinderzimmers aussuchen lassen, Kleidung oder sogar Namen. Wenn ältere Kinder bestimmte Dinge an jüngere weitergeben, geben Sie ihnen die Gelegenheit ihre neuen Dinge auszusuchen.
Haben Sie Verständnis dafür, dass Ihre älteren Kinder die Ankunft des Babys nicht so wichtig nehmen wie Sie selbst. Helfen Sie ihnen dabei, ihre eigene Identität zu behalten, unabhängig vom Status des „großen Bruders“ oder der „großen Schwester“. Reden Sie mit ihnen über ihre Interessen und Aktivitäten und stellen Sie sicher, dass andere Menschen wie Opa und Oma sie ebenfalls als Individuen behandeln.
Je nach Alter Ihres älteren Kindes, können Sie es bei eine Arztbesuch oder einem Besuch der Hebamme anwesend sein lassen. Das Sehen des Babys und das Hören seines Herzschlags kann das Baby für sie realer erscheinen lassen. Dies wiederum kann zum Verständnis der notwendigen Veränderungen beitragen.
Bereiten Sie Ihre älteren Kinder auf die Geburt des Babys vor. Wenn Sie eine Hausgeburt planen, werden Sie jemanden für die Aufsicht der Kinder benötigen, während Sie und Ihr Partner beschäftigt sind. Wenn Sie eine Geburt im Krankenhaus oder einem Geburtshaus planen, muss jemand auf die älteren Kinder aufpassen und sie gegebenenfalls zu Ihnen bringen. Wenn möglich, nehmen Sie Ihre älteren Kinder schon vor der Geburt mit ins Krankenhaus. Das wird ihnen beim Bewältigen von Ängsten helfen, wenn Sie nicht zu Hause sind. Wenn Sie mit Ihren Kindern über Wehen und Geburt sprechen, sollten Sie dies als „harte Arbeit“ bezeichnen statt etwas Schmerzvolles. Kinder versuchen ihre Eltern immer zu schützen und entwickeln möglicherweise negative Gefühle gegenüber dem Baby, wenn sie glauben es könnte der Mutter wehtun.
Sobald das Baby zu Hause ankommt, sollten Sie Ihren älteren Kindern viel Aufmerksamkeit zukommen lassen, die das Baby nicht einschließt. Möglichweise werden Sie dafür Hilfe benötigen, da die Pflege eines Neugeborenen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Sie können einem älteren Kind zum Beispiel vorlesen, während Sie das Baby stillen. Oder verbringen Sie Zeit mit den älteren Kindern, während das Baby schläft. Falls möglich, organisieren Sie eine Hilfe für den Haushalt, damit Sie mehr Zeit für Ihre Kinder haben.
Möglicherweise möchte Ihr älteres Kind eine besondere Rolle bei der Pflege des Neugeborenen spielen, zum Beispiel indem es darauf achtet, dass immer eine bestimmte Anzahl von Windeln auf de Wickeltisch liegt, oder indem es beim Baden hilft. Sie können Ihrem älteren Kind dabei helfen, den Umgang mit dem Baby als etwas Positives zu empfinden, indem Sie Dinge sagen wie „Schau wie das Baby dich ansieht, wenn du sprichst! – Es mag deine Stimme.“ Erzwingen Sie keine Interaktion oder Zuneigung, sondern lassen Sie diese Dinge natürlich entwickeln. Mit etwas Zeit und Ermutigung wird das auch geschehen.
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