Ektopische Schwangerschaft
Es gibt Fälle, bei denen sich das Baby außerhalb der Gebärmutter entwickelt, meistens in einem der Eileiter. Allerdings kommen ektopische Schwangerschaften auch im Eierstock vor. Diese Art der Schwangerschaft wird durch eine Blockierung des Eileiters hervor gerufen. Oft entstehen derartige Blockaden durch Narbengewebe, das bei einer zurück liegenden Infektion, einem operativen Eingriff oder einer frühere Eileiterschwanger entstanden ist. Bis zu 50 Prozent aller Frauen mit ektopischen Schwangerschaften hatten eine frühere Reizung der Eileiter.
Wie lässt sich eine ektopische Schwangerschaft feststellen und wie sollte man sich verhalten?
Die Symptome einer ektopischen Schwangerschaft werden oft mit denen einer Fehlgeburt oder einer Entzündung des Muttermundes verwechselt. Die häufigsten Symptome sind Schmerzen im Bauchbereich, Schmerzen im Bereich des Pelvix und Vaginalblutungen. Kommt es zum Riss des Eileiters, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Verlieren Sie keine Zeit und verständigen Sie Ihren Arzt. Symptome eines Eileiterrisses sind Schwindelgefühl, Ohnmachtsgefühle, Blässe, klamme Haut, Schweißausbrüche, beschleunigter Herzschlag, starke Schmerzen im Bauch- und Beckenbereich.
Sollte eines dieser Symptome bei Ihnen auftreten, verständigen Sie Ihren Arzt und lassen Sie die notwendigen Tests durchführen, um die spezifische Situation festzustellen. Möglicherweise wird der Arzt eine Untersuchung des Pelvix durchführen, um eine Vergrößerung des Uterus festzustellen.
Der Hormonspiegel des Blutes steht auch in Beziehung zu einer ektopischen Schwangerschaft. Daher wird auch dieser Aspekt vom Arzt abgeprüft werden. Abhängig von den gemessenen Werten, können Hormonmessungen über mehrere Tage hinweg ausgedehnt werden. Eine Ultraschalluntersuchung hilft bei der Feststellung der genauen Verortung der Schwangerschaft. Nehmen Sie auftretende Symptome ernst, um einen Riss des Eileiters zu vermeiden. Frühzeitig diagnostizierte ektopische Schwangerschaften können in vielen Fällen medikamentös behandelt werden. In kritischen Situationen muss operativ eingegriffen werden.
Früher wurden Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter beendet. Heute jedoch kann dies vermieden werden. Nach einem chirurgischen Eingriff kann die Schwangerschaft fortgesetzt werden.
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