Fötalstadium
Das Fötalstadium während der Schwangerschaft
Sie können das Fötalstadium Ihres Babys während der Schwangerschaft spüren, beginnend mit der zweiten Hälfte des zweiten Trimesters, wenn das Baby rapide zu wachsen beginnt, und durch das gesamte dritte Trimester hindurch. Das erste Schwangerschaftsstadium bzw. Schwangerschaftstrimester dauert ungefähr dreieinhalb Monate bzw. 14 Wochen. Das zweite Schwangerschaftsstadium oder –trimester dauert bis zum Ende des siebten Monats. Dann übernimmt das dritte Schwangerschaftsstadium oder –trimester, das nach neun Monaten mit der Geburt des Babys endet. Während des Fötalstadiums, das das zweite und dritte Trimester umfasst, geschieht Interessantes mit dem Baby. Es nimmt an Gewicht zu und legt gleichzeitig Fettpolster an, um nach der Geburt das Überleben zu sichern. Während dieser Periode kann ein enormes Längenwachstum verzeichnet werden. Im fünften Monat misst das Baby fast 25 cm, und Anfang des neunten Monat ist es bereits über 45 cm groß! Das kleine Würmchen wächst in Ihrem Bauch heran.
Das Baby beginnt zu strampeln und sich zu drehen
Nun wird das Baby in Ihrem Bauch sehr lebhaft. Dieses ist das ereignisreichste aller Schwangerschaftsstadien, in dem das Baby zu strampeln und sich zu drehen beginnt, und Sie sogar in den Bauch und in die Rippen tritt. Kurz gesagt, es macht sich bemerkbar. Diese Tritte können schmerzhaft sein, sind aber ein Zeichen, dass mit Ihrem Baby alles in Ordnung ist. Die Entwicklung der Augen und Ohren wird in diesem Zeitraum abgeschlossen, und er oder sie wird langsam den Klang Ihrer Stimme erkennen. Wenn der Zeitpunkt der Wehen und der Entbindung näherrückt, wird Ihr Baby über 45 cm lang und über 3 kg schwer sein! Ein voll ausgewachsenes Baby erwartet Sie bei der Entbindung!
Das Baby macht sich durch Schwangerschaftsbeschwerden bemerkbar
Es gibt bestimmte Symptome, die Sie mit dem Fötalstadium in Verbindung bringen werden. Diese „Schwangerschaftsbeschwerden“ genannten Symptome können bis zu Ihrem Geburtstermin auftreten. Sie beinhalten Rückenschmerzen, die durch den Druck der sich ausdehnenden Gebärmutter und des Unterleibs auf den unteren Teil des Rückens verursacht werden. Bei vielen Schwangeren fällt das Haarwachstum auf, sie verzeichnen dickeres, groberes Haar, das aber normalerweise innerhalb von 6 Monaten nach der Geburt wieder verschwindet. Üblicherweise begleiten Schwellungen, die durch Wasseransammlungen im Körper verursacht werden, diese letzte Phase der Schwangerschaft. In diesem Fall sind Sie gut beraten, wenn Sie so oft wie möglich die Füße hochlegen. Dann gibt es noch die Vorwehen, die sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen, die Sie ab der 20. Woche in unregelmäßigen Abständen beeinträchtigen werden. Alles Anzeichen dafür, dass Sie im Fötalstadium angekommen sind.
Häufigere Arztbesuche
Während des Fötalstadiums werden Sie sich den vorgeburtlichen Untersuchungen häufiger unterziehen müssen. Bitten Sie Ihren Arzt, im Verlauf dieser Wochen bei jeder Untersuchung Ihren Blutdruck und die Herzfrequenz des Babys zu messen; die Untersuchungen könnten ungefähr jede Woche stattfinden. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung Ihres Bauches könnten einige Dinge, die Ihr Baby betreffen, aufgeklärt werden – dass Wachstum und Entwicklung Ihres Babys normal verlaufen, dass die Plazenta, das Organ also, welches Ihr Baby mit Nährstoffen versorgt, an der richtigen Stelle sitzt, und dass Sie genügend Fruchtwasser (die Flüssigkeit, die Ihr Baby in seinem Schwebezustand hält) haben. Einige Tests beinhalten eventuell die Bestimmung des Rhesus-Faktors oder die Untersuchung auf Streptokokken der Gruppe B, Geschlechtskrankheiten oder einen zu hohen Blutzucker, um sicher zu stellen, dass es dem Baby gut geht.
Blasensprung
Mit dem Fötalstadium kommt es zu zunehmenden Wehenschmerzen. Der Kopf des Babys senkt sich in die Beckenregion, begleitet von heftigen Kontraktionen. Diese sind auch bekannt als Braxton-Hicks-Kontraktionen oder Vorwehen, und vielleicht lassen Sie sich zu der Annahme verleiten, es handele sich um richtige Wehen. Bestimmte Flüssigkeiten beginnen aus Ihrer Blase zu sickern. Bei vielen Frauen löst sich der Schleimpfropfen, der während der Schwangerschaft den Muttermund verschließt; die Fruchtblase platzt bei vielen Frauen kurz vor dem Einsetzen der Wehen oder der Entbindung. Bei diesem sogenannten Blasensprung kann das Fruchtwasser sich in einem Schwall ergießen oder langsam aus der Scheide tröpfeln.
Die Geburt des Babys
Auf den Blasensprung folgen die Wehen und die Entbindung, das Stadium also, in dem das Baby endlich nach draußen befördert wird. Die Entbindung, für viele Frauen ein angsteinflößender Vorgang, umfasst drei Phasen. In der ersten Phase der Entbindung treten regelmäßige Wehen auf, Kontraktionen der Gebärmutter, die die gesamte Geburt begleiten. Während der ersten Phase dehnt sich der Muttermund durch die Wehen. In der zweiten Phase schieben die Wehen das Baby durch den Geburtskanal. Diese Phase kann mehrere Stunden andauern. In der letzten Phase wird die Plazenta ausgeschieden; Sie werden feststellen, dass Sie zu diesem Zweck auch nach der Geburt des Babys noch Wehen haben.
Das Fötalstadium der Schwangerschaft endet mit einem lebendigen, strampelnden Baby, das schon gewogen und gemessen wurde. Dann wird es gewickelt und zu Ihnen gebracht. Sie können bereits ein bis zwei Stunden nach der Geburt mit dem Stillen beginnen.
English
Deutsch
Francais
Italiano

