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    HIV Test

    HIV-Test während der Schwangerschaft

    Bei Ihrer ersten vorgeburtlichen Untersuchung werden Sie in aller Regel eine Blutprobe und Urinproben für eine Reihe von Tests abgeben. Ein Test für den Sie wahrscheinlich um Ihr Einverständnis gebeten werden, ist der HIV-Test. Obwohl dieser Test hilfreiche Informationen bietet, sollten Sie sich nie dazu gedrängt fühlen. Außerdem sollte man Ihnen immer eine Beratung  anbieten, egal ob Sie den Test durchführen lassen oder nicht.

    Ein HIV-Bluttest prüft die Anwesenheit von HIV-Antikörpern. Sollten Sie ein positives Testresultat erhalten, bedeutet dies nicht, dass Sie AIDS haben oder notwendigerweise an AIDS erkranken werden. Sollte Ihr erster Bluttest positiv oder nicht aussagekräftig sein, werden normalerweise Folgetests durchgeführt.

    Es gibt mehrere Möglichkeiten für ein falsches positives Ergebnis eines HIV-Tests, z.B.: Bluttransfusion, Lebererkrankung, andere Autoimmunerkrankungen wie Lupus, ein kürzlich zurück liegende Immunisierung gegen Wundstarrkrampf, Grippe oder Hepatitis B. Außerdem kann eine Schwangerschaft zu einem falschen Positivresultat führen, besonders bei Zwillingen oder Drillingen. Sollten Sie also während einer Schwangerschaft einen positiven HIV-Test erhalten, empfiehlt sich immer die Durchführung eines Bestätigungstests. Aufgrund seiner Genauigkeit ist der sogenannte Western Blot Test derzeit am besten geeignet.

    Wenn eine werdende Mutter positiv auf HIV getestet wird, besteht die Sorge, dass Sie die HIV-Infektion an ihr Kind weitergibt. Während der Schwangerschaft ist das Risiko hierfür geringer als während der Wehen und der Geburt, weil das Kind während dieser Zeit dem Blut der Mutter ausgesetzt werden könnte. Ein Risiko besteht auch während des Stillens durch die Übertragung des Erregers über die Muttermilch. Sollte der Verdacht auf ein Risiko bestehen und die Mutter bisher nicht getestet sein, kann ein Schnelltest während der Entbindung durchgeführt werden. Manche Tests liefern innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis.

    Sollte eine Frau ein positives HIV-Testergebnis erhalten, werden ihr normalerweise entsprechende Präparate wie AZT oder ein Multipräparat „Cocktail“ während der Schwangerschaft, den Wehen und der Geburt verabreicht. Zusätzlich erhalten sie und ihr Baby diese oder ähnliche Präparate für die Dauer von bis zu einem Jahr nach der Geburt.

    Frauen die positiv auf HIV getestet werden, werden Babys zur Welt bringen, die positiv auf HIV-Antikörper testen. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Baby eine HIV-Infektion hat. Bei Säuglingen kann es 6 bis 18 Monate dauern, bis verlässliche Testresultate verfügbar werden. Derzeit geht man von einem 25% Risiko für die Übertragung des HIV-Virus von einer HIV-positiven Mutter auf ihr Kind bei einer Vaginalgeburt und ohne Behandlung aus. Empfängt die Mutter die entsprechenden Präparate, sinkt das Risiko auf etwa 8%. Außerdem sinkt das Risiko bei einem Kaiserschnitt vor dem Platzen der Fruchtblase. Forschungen haben ergeben, dass Mütter die unter Vitamin-A-Mangel leiden, das Virus öfter an ihr Baby weitergeben. Mütter die optimal mit Vitamin-A versorgt sind, tragen nur ein 7% Risiko für die Übertragung des Virus.

    Natürlich unterliegt diese Testprozedur und dieses Thema einer gewissen Kontroverse. Sollte eine HIV-positive Mutter sich selbst und ihr Kind Präparaten aussetzen, deren Sicherheit und die Anwendung bei ungeborenen Kindern noch nicht offiziell bestätigt sind? Oder ist die Absenkung des Übertragungsrisikos ein ausreichend guter Grund, das Risiko in Kauf zu nehmen? Es wird davon ausgegangen, dass die medizinische Forschung in Zukunft bessere Antworten liefern kann. Bis dahin bleibt dieses Thema ein sehr persönliches und komplexes Dilemma.

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